Soja

Ein wichtiges Zuchtziel in dem Lidea Zuchtprogramm der Sojabohne ist die Frühreife. Damit die Anbauwürdigkeit und Anbaubedeutung in Deutschland steigen, bedarf es einer sehr frühen bis frühen Reifegruppe (000 oder 00).

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Im Süden Deutschlands wird die Sojabohne immer beliebter. Sojabohnen werden auch wegen einer erweiterten Fruchtfolge in Zukunft wichtig sein. Neben dem Einbau von Leguminosen in die Fruchtfolge, wird die Kultur auch profitabler und kann mit dem Deckungsbeitrag von Raps mithalten. Sojabohnen überzeugen durch niedrige variable Kosten, da sie keine Stickstoffdüngung und geringen Pflanzenschutz benötigen. Neben der sehr guten Vorfruchtwirkung, zum Beispiel für Wintergetreide, unterbindet der Einbau von Sojabohnen die Krankheitsübertragung, zum Beispiel von Fusarium. Deshalb könnte gerade in den südlichen Regionen Soja den Raps in der Fruchtfolge ersetzen.

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IMPFUNG VON SOJASAATGUT – WARUM IST DAS BEI UNS SO WICHTIG? 

Der Ursprung der Sojapflanze liegt in China und Japan, wo sie als Wildform heimisch ist und dort auch als Erstes züchterisch bearbeitet wurde. Die Sojapflanze gehört wie andere Hülsenfrüchte zu den Leguminosen. Das heißt, sie geht mit einem speziellen Bakterienstamm eine Symbiose ein. Im Falle des Sojas ist es der Stamm Bradyrhizobium japonicum. In dieser Symbiose kommt es an den Wurzeln der Pflanze zu der typischen Knöllchenbildung. Die Wurzelknöllchen sind in der Lage, Luftstickstoff (N2) zu fixieren und in Ammoniumionen (NH4⁺) und Nitrat (NO3 – ) umzuwandeln. Diese Stickstoffverbindungen stehen der Pflanze direkt zur Verfügung und werden später zum großen Teil als Proteine in den Bohnen eingelagert. Im Gegenzug liefert die Soja den Bakterien kohlenstoffhaltige Verbindungen, sogenannte Dicarbonsäuren, aus der Photosyntheseleistung der Pflanze. Mit diesen decken die Rhizobien ihren Energiebedarf. Bilden die Knöllchen aktiv Stickstoff, weist ihr Inneres eine rosa bis rote Färbung auf. Da die Rhizobien entscheidend sind für die Entwicklung der Sojapflanzen, ist es wichtig, ihre Aktivität in einigen Abständen zu prüfen. Das heißt, man zieht stichprobenartig Pflanzen aus dem Bestand und schaut auf die Knöllchen an den Wurzeln, indem man sie öffnet und im besten Fall die rötliche Färbung erkennt. ABER WARUM JETZT DAS SAATGUT IMPFEN? Der Bakterienstamm Bradyrhizobium japonicum kommt nicht natürlich in unseren Böden vor. Daher ist es für die Ausnutzung des Luftstickstoffs unbedingt notwendig, das Saatgut unmittelbar vor der Aussaat zu beimpfen (Inokulation).

Wenn diese Aspekte beachtet werden, ist die Aktivität und Effektivität der Bakterien später im Boden gewährleistet.